Erfolgsmonitoring

Eine erstaunliche Methode für eine signifikante Beschleunigung der Leistungsentwicklung ist das von uns entwickelte Erfolgsmonitoring für Leistungssportler.

Beim Erfolgsmonitoring dokumentiert der Sportler seine Entwicklung, ähnlich einem Trainingstagebuch. Der Unterschied zu einem Tagebuch oder Trainingstagebuch ist, dass beim Erfolgsmonitoring der Fokus auf die Beschleunigung der Leistungsentwicklung gelegt wird, indem täglich:

1.) der Fortschritt des Tages

und 2.) die Frage des Tages

in das Erfolgsmonitoring-Heft eingetragen wird. Dies erfolgt jeden Abend vor dem Einschlafen.

Dadurch kommt es zu zahlreichen Effekten:

1. Dritte Trainingseinheit

Der Sportler reflektiert abends nochmal den Tag. Er geht in Gedanken das Training nochmal durch und fragt sich "Was habe ich heute eigentlich gelernt?". Dieses "Mentaltraining" ist wie eine weitere Trainingseinheit und vertieft die Trainingsinhalte. Unklarheiten werden schneller bewusst und können in der nächsten Trainingseinheit konkret angesprochen werden.

 

2. Differenzierter wahrnehmen

Dadurch dass der Sportler die Frage nach dem "Fortschritt des Tages" beantworten soll, kreisen die Gedanken um das, was ihn voran gebracht hat. Um die gelungenen Aktionen, Erkenntnisse, Einsichten. Selbst an einem misslungenen Trainingstag ist nicht "alles immer schlecht", sondern der Sportler lernt, differenzierter wahrzunehmen und den Blick auf das Positive zu lenken.

 

3. Schluss mit dem Gefühl der Stagnation

Schon nach wenigen Tagen sieht der Sportler, dass es tatsächlich jeden Tag einen Fortschritt gibt. Eindrücke wie Stillstand und Stagnation werden in Motivation und Erfolgserlebnisse umgewandelt.

 

4. Stärkt das Selbstvertrauen

Nach nur 4 Wochen hat der Sportler auf diese Art 20-30 Erfolgserlebnisse dokumentiert, was in der Summe sehr beeindruckend wirkt und das Selbstvertrauen nachhaltig stärkt: "DAS habe ICH alles in nur 4 Wochen erreicht!"

 

5. Mehr Handlungsoptimismus

Der Sportler lernt, dass man nicht alles von Anfang an perfekt können muss. Es reicht, sich in täglichen kleinen Fortschritten den großen Herausforderungen zu nähern. Der Handlungsoptimismus wächst und wird zu einer mentalen Stärke für schwierige Zeiten.

 

6. Wie auf einer Mission: Höhere Identifikation mit dem Ziel

Vor allem, wenn das Erfolgsmonitoring öffentlich durchgeführt wird, indem z.B. jeder Sportler einer Trainingsgruppe oder die ganze Mannschaft mitmacht und im regulären Training darüber spricht, steigert das enorm die Ziel-Identifikation. Zitat: "Man fühlt sich wie auf einer Mission" und arbeitet täglich daran, seinem Ziel immer näher zu kommen.

 

7. Medientraining

Ganz mutige Sportler schreiben ihr Erfolgsmonitoring nicht nur in das Erfolgsmoitoring-Heft, sondern veröffentlichen es anschließend als kurzes Video-Statement in ihrem Videotagebuch auf ihrer Internetseite oder sogar auf YouTube! Solange man niemanden beleidigt oder vertrauliche Informationen der Mannschaft preisgibt, ist dagegen nichts einzuwenden. Im Gegenteil: Der Sportler lernt dadurch wie er vor der Camera wirkt, was ein gutes Medientraining ist. Psychologen wissen warum das Erfolgsmonitoring wirkt – hier greift der "Hawthorne-Effekt": Der Sportler stellt sich selbst und seine Entwicklung unter öffentlicher Beobachtung. Dies steigert den gezeigten Einsatz.

 

Gefahren des Erfolgsmonitorings

Das Erfolgsmonitoring ist eine sehr mächtige Methode. Sportler, die das Erfolgsmonitoring 6 Monate konsequent durchgeführt haben, nannten es hinterher "die ultimative Mentaltechnik". Man geht den Tag viel motivierter an, weil man ja abends etwas Interessantes berichten will. Der Sportler wird aktiv und sucht aktiv den Fortschritt. Er wird neuGIERIG, ja geradezu "süchtig" nach Fortschritt. Damit sind natürlich auch einige Gefahren verbunden:

A) Kann zu Übertraining führen

Das Erfolgsmonitoring ist eine Motivationsmethode und steigert den gezeigten Einsatz massiv. Wenn nun nicht im gleichen Maße die Qualität der Erholung gesteigert wird, ist die Gefahr groß, ins Übertraining abzurutschen. Erfolgsmonitoring sollte stets mit einer Erholungsoptimierung kombiniert werden.

 

B) Kann das Einschlafen erschweren

Nach dem "Fortschritt des Tages" soll sich der Sportler die "Frage des Tages" stellen. Das ist eine tatsächlich noch offene Frage, die irgendetwas mit dem Sport zu tun hat, und die sich nicht von alleine beantwortet, z.B. "Wie kann ich meine Konzentration im Wettkampf nach langen Pausen wieder einschalten?", "Wie kann ich leichte Fehler im Wettkampf schneller abhaken?", "Wie werde ich Weltmeister?" Einige Sportler berichten, dass sie anschließend weiter über diese Frage nachgrübeln mussten und lange nicht einschlafen konnten.

Um diesen Effekt zu vermeiden, ist es wichtig, Einschlaftechniken zusammen mit dem Erfolgsmonitoring zu vermitteln, z.B. den Gedankenstopp, die warme Dusche vor dem Einschlafen oder Entspannungstraining.

 

C) Kann zu einer unrealistischen Selbsteinschätzung führen

Das Erfolgsmonitoring lenkt den Fokus auf das was gut läuft und verstärkt Fortschritte und Erfolge. Dadurch kann es zu einer unrealistischen Selbsteinschätzung (Selbstüberschätzung) kommen.

Der (Mental-)Trainer sollte dieses Phänomen kennen und dem Sportler bewusst machen, dass mentale Stärke nur dann entsteht, wenn man seine Stärken und Schwächen kennt. Zur Förderung dieser realistischen Selbsteinschätzung sollte das Erfolgsmonitoring stets mit dem Prognose- und Feedback-Training kombiniert werden.

 

D) Kann zu überhasteten Entscheidungen führen

Ein Sportler brach nach nur 5 Tagen Erfolgsmonitoring die Schule ab. Er war zu der Erkenntnis gekommen, dass er sich zu wenig seinem Sport widmen könne, wenn er die Schule zu Ende macht. Das zeigt mal wieder: Ja, das Erfolgsmonitoring ist eine mächtige Methode, die die Leistungsentwicklung und die damit verbundenen Entscheidungsprozesse tatsächlich beschleunigt. Bevor jedoch überhastete, unüberlegte Entscheidungen aus einem Impuls heraus getroffen werden, die das ganze Leben umkrempeln, sollte der Sportler das Gespräch mit Vertrauenspersonen suchen und Alternativen abwägen.

Aufgrund dieser Gefahren gehört das Erfolgsmonitoring eingebettet in eine professionelle Beratung bei einem qualifizierten Mentaltrainer!


Das Erfolgsmonitoring-Heft gibt es hier:

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